„Was kostet eine Website?“ ist die häufigste Frage, bevor jemand eine Agentur anruft. Die ehrliche Antwort lautet: Es hängt davon ab, was die Seite leisten soll. Eine digitale Visitenkarte ist etwas anderes als ein Auftritt, der Kunden aus der Luxuswelt überzeugt.
Die meisten Ratgeber hören bei 10.000 bis 25.000 € auf. Dieser geht weiter. Er zeigt die Preise vom Baukasten bis zum Premium-Segment mit Quellen, erklärt die laufenden Kosten und rechnet vor, wann sich eine teurere Seite bezahlt macht.
01Was kostet eine Website? Die Preise im Überblick
| Weg | Kosten | Passt für |
|---|---|---|
| Baukasten, etwa Wix oder Jimdo | 20 bis 40 € im Monat | Einstieg und kleine Vorhaben |
| Onepager vom Profi | 1.500 bis 4.000 € | eine Seite, ein Angebot |
| Firmen-Website mit 5 bis 15 Seiten | 3.000 bis 10.000 € | solide Präsenz mit eigenem Design |
| Individuelles Projekt im Mittelstand | 15.000 bis 30.000 € | eigene Struktur, Funktionen, mehrere Sprachen |
| Premium-Auftritt mit Recherche, Texten und Bildern | ab 15.000 €, nach oben offen | Unternehmen mit Kunden aus der Luxuswelt |
Die ersten drei Zeilen stammen von code-lein (Stand 2026), die vierte von der Agentur snutig, die so ihre typischen Mittelstandsprojekte beziffert. Die letzte Zeile nennt unseren eigenen Einstiegspreis.
02Wovon hängt der Preis ab?
- Umfang: Zahl der Seiten und Sprachen, dazu Funktionen wie Terminbuchung oder Shop.
- Gestaltung: Vorlage oder eigenes Design. snutig nennt für ein angepasstes Premium-Template 1.000 bis 3.000 €, für ein individuelles Webdesign 3.000 bis 12.000 €.
- Inhalte: Wer schreibt die Texte, wer macht die Bilder? Gute Inhalte kosten Geld und entscheiden über die Wirkung.
- Recherche: Markt, Wettbewerber, Suchbegriffe. Ohne Recherche baut man an den Fragen der Kunden vorbei.
- Technik und Sichtbarkeit: Ladezeit, strukturierte Daten, SEO und GEO. Von Anfang an eingebaut ist das günstiger als später nachgerüstet.
- Wer baut: Freelancer und Agenturen kalkulieren laut code-lein mit Stundensätzen von etwa 60 bis 120 €.
03Was kostet eine Website im Monat?
Nach dem Start fallen laufende Kosten an. In Angeboten werden sie gern vergessen.
| Posten | Kosten im Monat |
|---|---|
| Domain und Hosting | 5 bis 30 € |
| Wartung mit reinen Updates | 50 bis 100 € |
| Wartung mit Sicherheit und Support | 100 bis 300 € |
| Wartung mit SEO-Überwachung und Änderungen | 300 bis 600 € |
Hosting laut code-lein, Wartung nach einer Marktprüfung bei desativ.de, websitestuttgart.de und neuzeitwerber.de im Oktober 2026.
Ein Baukasten wirkt günstig, summiert sich aber. code-lein rechnet vor: Bei 20 bis 40 € im Monat kommen über fünf Jahre gut 1.500 € zusammen, und am Ende gehört Ihnen nichts.
04Welche Kosten werden oft vergessen?
Viele Angebote nennen nur Gestaltung und Technik. Diese Posten kommen häufig später dazu:
- Texte: Wer nicht selbst schreibt, zahlt dafür. Für einzelne Artikel nennt hosttech 100 bis 400 €.
- Bilder: Eigene Fotos oder Filme aus Ihrer Werkstatt kosten einen Termin mit dem Fotografen. Sie wirken aber stärker als jedes Motiv aus der Bilddatenbank.
- Zweite Sprache: snutig rechnet pro Sprache mit 30 bis 50 Prozent Aufschlag auf Inhalt und Entwicklung.
- Schriften und Bildrechte: Premium-Schriften und fremde Bilder brauchen Lizenzen. Elf der zwölf Luxushäuser aus unserer Messung setzen eine eigene oder lizenzierte Schrift ein.
- Funktionen: Jede individuelle Funktion wie eine Terminbuchung kostet laut snutig 1.000 bis 5.000 € zusätzlich.
- Recht: Datenschutz, Impressum und für viele Angebote an Verbraucher seit Juni 2025 auch Barrierefreiheit.
- Pflege nach dem Start: Eine Seite, die niemand pflegt, verliert an Wirkung und an Plätzen bei Google.
06Lohnt sich eine teure Website? Die Rechnung pro Kunde
Viele vergleichen Angebote nach dem Preis pro Seite. Aussagekräftiger ist eine andere Frage: Wie viele zusätzliche Aufträge braucht es, bis sich die Seite bezahlt macht? Ein Beispiel mit runden Zahlen:
| Annahme | Wert |
|---|---|
| Kosten der Webseite | 15.000 € |
| Durchschnittlicher Auftragswert | 25.000 € |
| Davon bleibt als Gewinn (30 Prozent) | 7.500 € |
| Zusätzliche Aufträge, bis die Seite bezahlt ist | 2 |
Unternehmen mit Kunden aus der Luxuswelt haben oft hohe Auftragswerte. Dann zählt schon ein einziger Kunde, der nach dem Blick auf Ihre Seite anfragt, statt abzuspringen. Umgekehrt kostet eine Seite, die nicht zu Ihrem Niveau passt, Monat für Monat Anfragen, von denen Sie nie erfahren. Setzen Sie Ihre eigenen Zahlen ein. Die wichtigste Stellschraube ist der Gewinn pro Auftrag.
07Baukasten, Freelancer oder Agentur?
- Baukasten: günstig und schnell, für den Start gut. Grenzen zeigen sich bei eigener Gestaltung, Ladezeit und der Frage, wem die Seite gehört.
- Freelancer: persönlich und flexibel, gut für überschaubare Projekte. Für Texte, Bilder und SEO braucht es oft weitere Hände.
- Agentur: alles aus einer Hand, gut für größere Vorhaben. Fragen Sie, wer Ihr Projekt tatsächlich betreut.
08Wie sparen Sie, ohne an Wirkung zu verlieren?
- Inhalte vorbereiten: Fakten, Geschichte, Referenzen und Fotos aus der Werkstatt sparen Recherche und Abstimmung.
- Weniger Seiten, dafür bessere: Eine starke Startseite und wenige klare Unterseiten wirken mehr als zwanzig halbe.
- Eine Person entscheidet: Lange Runden mit vielen Beteiligten kosten Zeit und Geld.
- In Stufen bauen: erst die Kernseiten, später Ratgeber oder eine zweite Sprache.
- Vorhandenes nutzen: ein gutes Logo, gute Bilder und bestehende Texte als Grundlage.
An zwei Stellen lohnt das Sparen nicht: Recherche und Technik. Beides sieht man nicht sofort. Es entscheidet aber, ob Ihre Seite gefunden wird und schnell lädt.
09Woran erkennen Sie ein gutes Angebot?
- Recherche vorab: Markt, Wettbewerber und Suchbegriffe sind Teil des Angebots.
- Inhalte geklärt: Es steht drin, wer Texte schreibt und Bilder liefert.
- Sichtbarkeit eingebaut: SEO-Grundlagen, strukturierte Daten und eine schnelle Ladezeit gehören zum Grundpreis.
- Laufende Kosten beziffert: Hosting, Wartung und Änderungen stehen mit Betrag im Angebot.
- Eigentum geregelt: Die Domain läuft auf Ihren Namen, und die Rechte an Texten, Bildern und Code sind beschrieben.
- Messbare Zusagen: etwa ein Hauptbild, das in weniger als 2,5 Sekunden erscheint.
- Ein fester Ansprechpartner mit klarer Reaktionszeit.
- Weiterleitungen beim Relaunch: Jede alte Adresse bekommt ein Ziel. Mehr dazu im Ratgeber Website-Relaunch.
Fehlen mehrere dieser Punkte, fragen Sie nach. Ein günstiges Angebot wird schnell teuer, wenn Texte, Bilder oder Sichtbarkeit später extra kosten.
10Häufige Fragen
Wie viel kostet es, eine Website machen zu lassen?
Eine professionelle Firmen-Website kostet in Deutschland meist 3.000 bis 10.000 €, ein individuelles Mittelstandsprojekt 15.000 bis 30.000 €. Ein Onepager beginnt bei rund 1.500 €. Premium-Auftritte mit Recherche, eigenen Texten und Bildern liegen ab 15.000 €.
Was kostet eine Website bei einer Agentur?
Die Agentur snutig nennt für eine einfache Unternehmensseite 5.000 bis 12.000 €, für typische Mittelstandsprojekte 15.000 bis 30.000 €. Bei Luxus Websites liegt der Einstieg bei 15.000 € netto.
Was kostet eine Website im Monat?
Für Domain und Hosting 5 bis 30 €. Die Wartung kostet je nach Umfang 50 bis 600 € im Monat, von reinen Updates bis zu SEO-Überwachung und Änderungen.
Was kostet ein Webdesigner pro Stunde?
Freelancer und Agenturen kalkulieren laut code-lein mit etwa 60 bis 120 € pro Stunde. Aussagekräftiger als der Stundensatz ist ein fester Preis für ein klar beschriebenes Ergebnis. Luxus Websites arbeitet deshalb ohne Stundensatz.
Wie lange dauert es, eine Website zu erstellen?
Rechnen Sie bei kleinen Seiten mit ein bis drei Monaten, bei größeren mit drei bis sechs. Am längsten dauern meist Texte, Bilder und Freigaben.
Kann ChatGPT mir eine Website erstellen?
Einen ersten Entwurf ja. KI-Werkzeuge bauen heute in Minuten eine Seite. Was eine KI nicht kennt, sind Ihr Markt, Ihre Kunden und das, was Ihre Arbeit besonders macht. Recherche, Texte mit Haltung, eigene Bilder und die Pflege danach entscheiden, ob die Seite Anfragen bringt.
Was ist der Unterschied zwischen Homepage und Website?
Die Website ist der gesamte Internetauftritt mit allen Unterseiten. Die Homepage ist genau genommen nur die Startseite. Im Alltag werden beide Wörter oft gleich verwendet.
Lohnt sich ein Baukasten?
Für den Anfang oder ein kleines Vorhaben ja, er ist günstig und schnell. Haben Ihre Kunden hohe Erwartungen, stoßen Sie an Grenzen: eigene Schrift, Ladezeit, Lesbarkeit für Google und KI und die Frage, wem die Seite gehört.
Ihr nächster Schritt
Lohnt sich eine neue Webseite für Sie?
Unser Befund misst Ihre Seite am Luxus-Kodex, an drei Wettbewerbern und in den Antworten von ChatGPT und Co. Sie bekommen zehn Punkte, die Sie sofort nutzen können, und ein persönliches Gespräch.
Stand: Oktober 2026. Quellen: code-lein: Was kostet eine Website? Preise & Beispiele 2026 · snutig: Website erstellen lassen, Kosten & Ablauf 2026 · snutig: Website Relaunch, Checkliste, Kosten & SEO (Juni 2026, Mehrsprachigkeit) · hosttech: Die Preisfrage, wie viel kostet eine Website? (Texte) · Wartungspreise nach Marktprüfung bei desativ.de, websitestuttgart.de und neuzeitwerber.de (1.10.2026) · Schlütersche: Wann ein Website-Relaunch sinnvoll ist (Dauer) · Preise von Luxus Websites, Stand Oktober 2026.
